Tyler Mitchell oder DEICHTORHALLEN II

Ein paar Ausstellungsminuten von den humorvoll-übergriffigen Collagen (Diop/Shulman)* entfernt kreuzen plötzlich ganz nah colored Füße im Sand auf. Mitten im Bild – eine gerahmte Öffnung, die seltsam in eine andere Welt weist. Wie ein Zugfenster, das als unregelmäßige Glasfläche dem Betrachter einen Spiegel vorhält.
Beim Schwimmer, drei Schritte weiter, steht, wer innehält, selbst mit im Wasser, lässt sich umarmen oder wegschieben, je nach Laune.

Im Vergleich zu dem Aufwand, mit dem Diop & Shulman das „Anonymous Project“ geradezu verzauberten, leben und funktionieren Mitchells Collagen quasi im Vorübergehen.

*siehe Minutentext vom 16.07.26